Endlich scharf sehen ohne Brille und Kontaktlinsen durch eine Augenlaser-Behandlung.

Bioptics

Augenlaser-Behandlungen sind nur bis zu bestimmten Dioptrienwerten sinnvoll und möglich. Für Patienten mit einer extremen Kurz- oder Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmungen gibt es die Möglichkeit, den Sehfehler durch ein Kombinationsverfahren zu beheben. Bioptics heißt das Behandlungskonzept, das Intraokularlinse und Augenlaser-Behandlung miteinander verknüpft. Dieses Verfahren ist auch dann sinnvoll, wenn junge Patienten eine zu hohe Dioptrienzahl haben und zusätzlich eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) vorliegt. Hier kombiniert man Vorder- oder Hinterkammerlinse mit einer Femto-Lasik. 

Die Behandlung erfolgt in drei Schritten in einem Zeitraum von 3-4 Wochen:

  • Femtosekundenlaser-Behandlung: Bevor die Intraokularlinse eingesetzt wird, wird mit Hilfe eines Femtosekundenlasers aus der obersten Hornhautschicht ein Flap erzeugt. Dieser Hornhautdeckel ist zwar erst für die zweite Behandlung notwendig, wird aber schon vorbereitet. Dabei werden kleinste Luftblasen in das Gewebe projiziert, die so entstandene natürliche Kontaktlinse (Flap) wird aber nicht geöffnet - lediglich vorbereitet.
  • Einsetzen der Intraokularlinse: Praktisch unmittelbar nach der Behandlung mit dem Femtosekundenlaser kann die Intraokularlinse in das Auge eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich entweder um eine zusätzliche Linse (Vorder- oder Hinterkammerlinse) oder um den Austausch der eigenen Linse. Das zweite Operationsverfahren ist identisch mit einer Grauer-Star-Operation, die aufgrund von Linsentrübungen durchgeführt wird.
  • Augenlaser-Behandlung: Nach etwa 4 Wochen erfolgt die zweite Behandlung mit dem Excimer-Laser. Der bei der Femtosekundenlaser-Behandlung erzeugte Flap wird nun geöffnet. Die tieferen Hornhautschichten werden nun nachmodelliert, so dass die Zielrefraktion erreicht wird.

Bei einer bestehenden Kurzsichtigkeit muss die Hornhaut abgeflacht werden, bei einer Weitsichtigkeit wird sie angesteilt. Besteht bei dem Patienten eine Hornhautverkrümmung (Astigmatismus), so wird diese ebenfalls durch den Laser korrigiert. Der Flap wird danach wieder zurück geklappt. Er saugt sich selbst fest, wird von der umliegenden Hornhaut (Epithel) versiegelt und erreicht nach wenigen Tagen volle Stabilität. 

Das Bioptics-Verfahren ist besonders für junge Menschen geeignet, die unter einer starken Fehlsichtigkeit und Hornhautverkrümmung leiden. Hier kann durch die Kombination von Vorderkammerlinse und Lasik ein perfektes optisches Ergebnis erzielt werden. Weiterhin ermöglicht das Bioptics-Verfahren die Anwendung von Multifokallinsen bei Patienten mit Hornhautverkrümmungen. Multifokallinsen sind um ein gutes optisches Ergebnis zu erzielen darauf angewiesen, dass keine stärkere Hornhautverkrümmung besteht. Ein bestehender Astigmatismus wird in diesem Falle durch den Excimer-Laser korrigiert werden. 


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