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Trockenes Auge (Sicca-Syndrom)

Immer mehr Deutsche leiden unter trockenen Augen (Keraconjunctivitis sicca). Zwischen 20 und 25 Prozent aller Patienten, die einen Augenarzt aufsuchen, müssen wegen trockener Augen behandelt werden - keine andere Diagnose wird in der Augenheilkunde so häufig gestellt. Experten gehen davon aus, dass etwa 12 Millionen Menschen am so genannten Sicca-Syndrom leiden. Trockene Augen entstehen durch Unregelmäßigkeiten im Tränenfilm. Entweder dadurch, dass nicht das ganze Auge vom Tränenfilm überzogen ist, oder aufgrund einer gestörten Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit wodurch dich Tränen zu schnell verdunsten. Die Augen werden dadurch nicht mehr ausreichend befeuchtet. Trockene Augen bewirken einen Juckreiz, sind meist gerötet und brennen. Betroffene haben ein Fremdkörpergefühl am Auge und leiden unter Licht- bzw. Blendempfindlichkeit. 

Ursachen eines trockenen Auges

Es gibt viele unterschiedliche Ursachen die zu trockenen Augen führen können. Bei älteren Menschen können die Beschwerden altersbedingt auftreten. Auch hormonelle Umstellungen, wie beispielsweise durch eine Schwangerschaft, können der Auslöser für trockene Augen sein. Des Weiteren sind Umweltbelastungen und klimatische Einflüsse wie UV-Strahlung, trockene Hitze oder hohe Ozonwerte verantwortlich für trockene Augen. 

Die Arbeit vor dem Bildschirm oder langes Fernsehen sind Schwerstarbeit für unsere Augen. Der Lidschlag sinkt von etwa 10-15 Schlägen pro Minute auf 4-5 Lidschläge pro Minute. Folglich können die Augen austrocknen. 

Medizinische Gründe, wie rheumatische Erkrankungen, Diabetes, Grauer Star und die Einnahme von Betablockern, Antidepressiva oder Hormonpräparaten können ebenfalls zu trockenen Augen führen.  

Diagnose eines trockenen Auges

Augenärzte können ein trockenes Auge durch die Untersuchung des Tränenfilms diagnostizieren. Meist führen kleine Entzündungen im Auge dazu, dass nicht genug Tränenflüssigkeit produziert wird. Das kann daran liegen, dass die Tränendrüsen nicht richtig funktionieren oder, dass sie nicht ausreichend entwickelt sind.

Zur genauen Diagnose eines trockenen Auges muss der Arzt die Hornhaut und den Tränenfilm untersuchen. Die Untersuchung gibt Auskunft über die Tränenfilmaufrisszeit und die Stabilität des Tränenfilms. Mit einer Färbung des Tränenfilms können Defekte in der Hornhaut festgestellt und die Tränensekretionsmenge bestimmt werden.

Behandlung trockener Augen

Trockene Augen können zunächst mit Augentropfen behandelt werden. Diese ersetzen bzw. ergänzen die Tränenflüssigkeit und müssen mehrmals am Tag getropft werden. Sollte die Krankheit zu weit fortgeschritten sein und Augentropfen nicht mehr helfen, kann die Krankheit durch einen Tränenwegverschluss, so genannte Punctum Plugs, behandelt werden. Dadurch wird die eigene Tränenflüssigkeit erhalten, die Beschwerden werden dadurch gelindert.

Prävention

Trockene Augen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Volkskrankheit enwickelt. Die Gründe dafür liegen in der zunehmenden Nutzung von Klimaanlagen und darin, dass immer mehr Menschen am Bildschirm arbeiten. Einige Tipps, die vor trockenen Augen schützen:

  • Bei langen Arbeiten am Bildschirm ab und zu in die Ferne schauen und den Augen eine kleine Pause gönnen 
  • Lange Aufenthalte in klimatisierten Räumen oder bei zu trockener Luft vermeiden
  • ausreichendes Lüften
  • Nikotinverzicht
  • bewusstes Blinzeln


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